|
Was für eine Änderungen können wir im drittem Jahrtausend
in der Kirche, im Glauben und Religion erwarten?
Rev. Filka, Pavel SJ
Tschechischen Republic
0. Einführung
Ich lebe in Tschechischen Republik und deshalb möchte ich
vor allem über unsere Situation und Änderungen in unserer Gesellschaft
sprechen. Aus dieser Analysis werde ich dann die Vision der Zukunft entwickeln.
1. Rückblick
1.0. Einleitung
Um zukünftige Änderungen suchen können, sollte man einen
Rückblick machen. Deshalb müssen wir fragen: Wie steht es mit der
Tschechischen Republik hinsichtlich der Religion?
1.1. Allgemeine Hinweise
Vor 11 Jahren kam bei uns die „sanfte Revolution“ und Kommunismus brach zusammen. Leute waren unsere begeistert und glaubten, dass endlich die Freiheit, Reichtum, Frieden und auch Glaube gekommen sind und endlich alles zum Ordnung kommt. Das war der größte Irrtum.
In ersten zwei Jahren wurden die Kirchen mehr besucht, aber
danach sind die Leute wieder verschwunden. Man behauptete, dass den Glauben von
diesen Leuten nicht fest und gewachsen war - er war nur die Fassade. Tschechien
hat bestätigt, dass sie fast das atheistischste Land im Europa (außer
Russland)ist. Das ist aber nicht alles. Vor 10 Jahren haben tausende von Leuten
eine Zugehörigkeit zur Kirche gespürt, obwohl sie mit ihr nicht im Kontakt
waren.
1.2. Volkszählung
Das hat sich jetzt radikal geändert, und was noch wichtiger ist, diese Änderungen nicht nur Katholische Kirche getroffen haben, sondern auch alle größere religiöse Gemeinschaften. Ich biete Ihnen genaue Zahlen, aufgrund der Volkszählung Anfangs des Jahres 2001. Die Resultate sind überraschend und fast schockierend:[1]
Menschen, die sich als Gläubig bezeichnen| 1991 ---- |
4 523 700 Menschen | |
| 2001 ---- |
3 257 900 Menschen | |
| Das einen Unterschied von |
1 265 800 Menschen | macht, was fast eine Drittel ist. |
Die Zahl von Atheisten:
| 1991 ---- |
4 112 900 Menschen | |
| 2001 ---- |
5 999 000 Menschen | |
| Das ist auch eine Drittel Zunahme. |
| 1991 ---- |
über 4 000 000 Menschen | |
| 2001 ---- |
2 709 900 Menschen |
| 1991 ---- |
204 000 | |
| 2001 ---- |
137 100 |
| 1991 ---- |
178 000 | |
| 2001 ---- |
96 400 |
(Das Schicksal von dieser Kirche ist sehr interessant und zum Belehrung. Ich möchte nur ganz kurz einige Tatsachen erwähnen: Sie entstand 1918 bei der Gründung der Tschechoslowakischen Republik mit dem Motto „weg von Österreich, weg von Rom“ und knüpfte an husitische und evangelische Traditionen. Z. B. Aufhebung der Zölibat, keine Bürokratie, Volkssprache in der Liturgie, Aufhebung der Kluft zwischen dem Klerus und den Leuten... Im Jahre 1920 hatte diese Kirche 2 000 000 Mitglieder.)
Im Gegenteil dazu die Zahl den Mitgliedern von kleinen kirchlichen und religiösen Gemeinschaften hat sich fast verdreifacht.
| 1991 ---- |
120 300 | |
| 2001 ---- |
314 500 |
Diese Situation ist meiner Meinung nach so allarmierend.
1.3. Die Stellung zur Volkszählung von prager Kardinal Erzbischof Miroslav Vlk [2]
Ich werde nur einige Momente erwähnen und manches zusammenfassen.
Wie ich sie Seine erste wichtige Bemerkung war: „die Kirche und ihre
Repräsentanten waren naiv“. Sie haben alles zu positiv gesehen und die Kirche
hat nicht anpassend reagiert an die Leute, die ihr relativ nahe standen, oder
sie mit Symphatie beobachteten. Weiter äußerte es Überzeugung, dass das dritte
Jahrtausend religiöser wird, weil diese schlimme Situation sich nicht mehr
verschlimmern kann. Die Rettung der Kirche sieht Kardinal in der christlichen
Globalisation und im neuen Paps aus dritter Welt. Der Redaktor versuchte die
Krisis in der Katholischen Kirche mit in Westeuropa heiß diskutierten Themen:
Zölibat, Ablehnung der Abtreibungen, Antikonzeption, Stellung zur Homosexuellen,
verbinden. Kardinal Vlk lehnt diese Logik in seinen Erklärungen ab. Vermutlich
auch aus räumlichen Gründen bleibt er ziemlich oberflächlich und emotional.[3]
1.4. Auswertung
Es ist eine Tatsache, dass alle größere Kirchen in Tschechien praktisch ein drittel von Sympathisanten verloren haben.
Meistens werde ich über eine Kirche nennen - nur aus praktischen Gründen, obwohl in konkreten Fällen werde ich die katholische meinen, weil ich sie am besten kenne. Aus der Statistik Kapitel 1.2. folgt, das dasselbe betrifft auch andere größere kirchliche Gemeinschaften bei uns. (Es gilt vermutlich nicht nur für Tschechien. Z. B. ich habe gehört, dass die Zahl der Austritte in Deutschland ist bei den Katholiken und den Protestanten praktisch identisch.)
- Sicher kann man teilweise mit rech behaupten, dass der Glauben von Leuten, die
sich nicht mehr als „gläubig“ bezeichnen, kaum existierte. Deswegen haben sie
auch den wagen Zugehörigkeitsgefühl zur Kirche verloren.
- Ich glaube, dass es aber auch klar ist, dass auch die
Kirche eine Mitschuld für diese Entwicklung trägt.
Kardinal Vlk versucht eine kompromissvolle Antwort zu finden. Meine Meinung nach ist die Stellung von Kardinal Vlk problematisch.
Er bleibt meistens nur auf theoretischer Ebene und erwartet eine Lösung von oben. Das ist möglich und auch teilweise korrekt, doch nicht den besten Ausweg aus der Krisis. Die Krisis betrifft nämlich nicht nur die Kirche, sondern auch Gesellschaft, wo sie eigentlich gründet.
In einer Sache schließe ich mich seiner Meinung nach: die Kirche und vor allem ihre Repräsentanten waren naiv. Doch möchte ich es viel mehr offener verstehen. Unsere Gesellschaft hat sich nämlich ganz massiv geändert. Das gilt nicht nur für Tschechien, sondern für die ganze Welt. Und die Kirche macht sich mit diesen Veränderungen schwierig. Deshalb möchte ich unsere Situation wirklich Krisis bezeichnen, und sie ist um so gefährlicher, dass man sie praktisch nicht anerkennt.
Die Krisis umfasst diese Bereiche:
- Unfähigkeit zur Kommunikation
- Unfähigkeit im Team zu arbeiten
- Gute Oberen zu haben
- Gute Leiter von apostolischen Tätigkeiten zu haben
- Fähigkeit menschlich fein und freundlich mit Menschen umzugehen
- Unfähigkeit die anvertrauten Mittel gut zu verwalten - Verschwendung vom Geld
1.6. Gründe der Krisis
Die Kirche hat für nichtpraktizierende Leute praktisch nicht viel gemacht. Es lief den normalen „kirchlichen“ Betrieb und Angebot, der für solche Leute praktisch unverständlich und deshalb auch ohne Sinn blieb. Man sorgte um Erneuerung der Häuser, Klöster, Kirchen, was verständlich war, diese Arbeit hat aber fast die ganze Aufmerksamkeit der Kirche verschluckt. Man sprach schön und gut über die Hilfe, Gnade Gottes, über Geduld..., wenn aber dazu kam, etwas praktisches zu unternehmen, passierte fast nichts. Ich glaube, dass es unabsichtlich passierte. (Schöne Theorie, aber keine Praxis, schaue in: Jakobus 2,16).
Die Vertreter der Kirche waren so tief zurückgezogen, dass sie praktisch die notwendigen Veränderungen in der Gesellschaft nicht mitragen und mitmachen. Das fuhr dazu, das jetzt die Leute vom „Welt“ sprechen und handeln ganz anders, oft härter, aber zu unserer Überraschung manchmal auch mehr menschlich und sozialbezogen. Deshalb ist auch die Kommunikation zwischen Geistlichen und kirchlich - interessierenden Leuten manchmal so schwierig.
1.7. Ein Beispiel: Unfähigkeit zur wirklich menschlich-natürlichen Akzeptanz
Ich möchte ein Beispiel nennen, die zeigen wird, wie die Vertreter der Kirche handeln.
Ich bereite Verlobte für die kirchliche Trauung. Die Meisten von ihnen leben schon einige Monate, sogar Jahre, gemeinsam, und ihr Verhalten unterscheidet sich kam vom Verhalten der Ungläubigen.
Ich habe jetzt zwei Möglichkeiten:
1. Schon während der ersten Vorbereitungsstunde könnte ich ganz deutlich sagen:
„Kennen sie das Datum von Ihrer Taufe? (Nein) Es ist schade, sonst könnten Sie
das vollkommene Ablas bekommen. Was ist das Ablas? Es ist notwendig, weil wir
Sünder sind. Usw.“ Und dann weiter: „Die christliche Moral hat andere Ideale,
man benutzt die Antikonzeption nicht, weil so bekommen Sie keine Gnade die,
Ihnen neue Welt des Friedens öffnet. Es ist ganz gegen das Versprechen die von
Ihnen die Kirche bei der Eheschließung verlangt. Und noch dazu, Papst hat es
verboten. (Diese Worte habe ich von einem Priester abgeschrieben, der im näheren
menschlichen Kontakt ganz fein ist, doch handelt bei solchen Gelegenheiten ganz
„naiv“.)
2. Die zweite Möglichkeit sieht ganz anderes aus. In
dieser unchristlichen Gesellschaft haben diese zwei Leute Mut gefunden, den
Priester zu besuchen. Deshalb beginne ich über die Liebe sprechen und gebe
ihnen Raum zu äußern, wie sie ihr eigenes Leben sehen, was für eine Werte
sie anerkennen und leben...
In der zweiten Stunde spreche ich über die Geschichte von Tobias und Rachel und
möglichst längst bleibe ich an menschlichnatürlicher Ebene, weil diese die
Verlobte ganz probleblos verstehen. Weiter spreche ich über Gleichnis vom
verlorenem Sohn. Ich zeige ihnen, was es würde bedeuten, wenn der ältere Bruder
mit Hass im Herzen weggehe, und wie der jüngere um Vergeben bitten muss. ...
Dann sage ich einfach, das auch im ihrem Leben Probleme und Streitereien kommen,
und wie wichtig es ist, sie gut zu lösen. ...“ Ich schließe: „Das was die Bibel
eigentlich sagen will, ist: Gott will, dass die Leute glücklich sind und das
dazu auch einige wichtige Sache gehören, wie z. B. die Straßenampel und
Verkehrszeichen an den Straßen. Ohne Verkehrszeichen ist zwar das Autofahren
möglich aber nicht sicher. ...“ Dann kann ich schon ruhig sagen: „Gott hat uns
einige Hilfsmittel gegeben, die uns einfacher, glücklicher und sicherer zu leben
ermöglichen. ... Das sind die Sakramente, Dekalog. ...“ (Das Gespräch habe ich
stark vereinfacht und gekürzt.)
Mit diese zweite Möglichkeit hatte ich bis jetzt immer Erfolg. Es war für die Verlobte ganz verständlich, sie wurden nicht unangemessen kritisiert (Sie wissen ganz gut, das es nicht im Ordnung ist, wie sie leben. Ich stelle ihnen auch später das christliche Ideal vor Augen. ...) Ich war ganz schockiert, als ich bemerkt habe, das die erste Möglichkeit fast bei Hälfte von Ehevorbereitungen benutzt wird.
Mit diesem Beispiel wollte ich nur demonstrieren: Die Priester, als Repräsentanten der Kirche, sind zwar vielleicht heilig, aller ganz ungeschickt im Kontakt mit heutigen Menschen.
Das ist eine von den gröbsten Fehlern: Wir sind unfähig und
nicht bereit die Leute zu akzeptieren wie sie sind, etwas gutes in ihnen zu
suchen, zu sehen und das zu entwickeln.
1.7. Zusammenfassung
Das Leben der Kirche ist heute durch acht Dimensionen bestimmt:
1) durch die menschlichen Beziehungen im persönlichem Bereich (Mt 22,39)
2) durch die Fähigkeit zur Kommunikation und Teamarbeit
3) durch die Auswahl von Oberen - Fähigkeiten Führen und Begleiten
4) durch die ganze Erziehung in Priesterseminaren, Schulen usw.
5) durch die Verwendung von materiellen Mitteln
6) durch die selbständige Arbeit und das Leben von Laien
7) durch das Gebet und Beziehung zu Gott
8) durch die Beziehung zum Staat und den profanen Gesellschaft
In fast allen Bereichen sehe ich noch große Reserven und Aufgaben für Zukunft.
2. Die Vision für Zukunft
Ich glaube, das nur Nr. 7) aus dem Kapitel 1.7. wurde bei uns
einigermaßen richtig und gut entwickelt. Die anderen Bereiche bleiben offen.
Jetzt hängt es von allen teilen der Kirche, wie unsere christliche und
kirchliche Zukunft aussehen wird.
2.1. Aufgabe der Kirche. menschlich zu sein
Die erste Aufgabe der Kirche im dritten Jahrtausend ist menschlich zu sein. Die Kirche sollte sich noch mehr und deutlicher für die Menschen einsetzen.
Heute suchen die Leute menschliche Wärme, Freundschaft, Zuneigung, ein JA zu ihrem verletzten Herz, ein bedingungsloses Umarmen, einfach Liebe. Die kleinen Gemeinschaften bieten ihnen diese Heimat und deshalb sind Leute zu solchen Gruppen stark gezogen.
Was es konkret bedeutet?
- Unsere Kirche (Kirchen) ist nicht mehr Heimat für den Menschen von heute. Wir
sind eine Institution geworden, die im besserem Fall zwar den Leuten hilft, aber
praktisch nie „mir“. Die Kirche hat oft andere Probleme, Sorgen, Handeln,
Denken, Gefühle, Sprache, als Mensch von heute. Es ist verständlich, und würde
ich sagen sogar fast richtig. Nur die „Kirche“ sollte die Menschen lieben und
akzeptieren, wie sie sind, weil die Liebe, Freundschaft, Angenommenheit ...
bilden Heimat. Erst wenn die Leute etwas solches erleben, dann sind innerlich
vorbereitet etwas zu ändern, etwas zu akzeptieren, das ihnen gerade nicht passt.
- Im schlimmeren Fall sieht man die Kirche nur als die, die nur das Leben
schwieriger und komplizierter macht, (von Kardinal Vlk genannte Antikonzeption,
Abtreibungen, Homosexualität, Zölibat...), und praktisch bei „meinen“ täglichen
Problemen steht uninteressiert daneben.
Daraus folgt:
- Die Kirche und ihre Verträte sollen sich an die Seite des Menschen ganz radikal zu stellen.
- Wir sollen Hilfe anzubieten:>
- den Obdachlosen, Bettlern, armen Menschen in dritter Welt. Das ist sehr wichtig
und fantastisch.
- den Familien und Laien, die
müde und erschöpft die von Sorgen dieser Welt.
- vor allem eigenen Leuten.
Man sollte vor allem gute Beziehungen innerlich der Kirche haben.
Kariere, Machtstreiten, Neid, Verachtung, Gleichgültigkeit, sollte
keinen Platz haben. Die Kirche wirkt und sieht genau so, wie sich fühlt
und handelt ihr schwächstes Mitglied, aus.
- Die Kommunitäten, Messen, Treffen... sollten Ort der
Freude und der Zufriedenheit sein.
- Die Kirche soll, auch im Problemen und Schwierigkeiten
dieser Welt, glücklich sein.
2.2. Die Aufgabe von Oberen
Es ist sicher ein großes Problem. Heute ist es Glück, in der Pfarrei, in den Kommunitäten einen guten Oberen, Pfarrer zu haben. Die Oberen sind überfordert, verwirrt, sie suchen Hilfe und Unterstützung, finden aber oft nur Kritik und Ablehnung. Einen Oberen zu sein, bedeutet aber auch die Verantwortung und Konsequenzen diese Aufgabe zu akzeptieren.
Obere soll und muss entscheiden. Es handelt sich um eine Fähigkeit, die geübt sein kann. Dazu gehört auch Fähigkeit einen Fehler zu riskieren, Vertrauung zu schenken, Aufgaben richtig aufzuteilen. Usw.
In profaner Welt passiert täglich, dass der Leiter die Firma verlassen muss, sonst ginge Firma pleite. Unfähigkeit und Unkompetenz sind „leider“ in der Kirche keine Sünde. Es gibt ein bitteres Sprichwort: Chef hat immer recht.
Das hierarchische Prinzip ist die Grundlage der Kirche, das
steht fest. Nur denke ich, es wäre notwendig, die Oberen sollten regelmäßig
eine Psychotherapie, die an Kommunikation bezogen ist, besuchen und einen
Managementkurs regelmäßig absolvieren. Die Gnade braucht nämlich die
natürliche Grundlage, um gut wirken können.
2.3. Neue Erziehung zu schaffen
Heute sind die Ziele der Erziehung folgend: Gebet, Studium und Erfolg zu haben. Bei heutiger geringeren menschlichen Kommunikation (kleine Familien, Zerfall von Familien, dazu folgt Unfähigkeit vertrauen, lieben ...) ist es aber zu wenig. Um glücklich zu sein, sollte man heute lernen, wie man leben soll. Das betrifft nicht nur den privaten Bereich, sondern vor allem die Wirkung nach außen.
Deshalb:
- Priester soll und muss gut mitarbeiten können. Er sollte keine spitzen Manager sein, doch sollte er die Fähigkeit besitzen, einen Pfarrteam, Kommunität zu koordinieren und eine friedliche und angenehme Atmosphäre zu schaffen.
Diese Eigenschaften könnten gelernt sein, was vor allem für älteren Menschen wichtig ist, weil die natürlichen Kräfte und Talente geben mit dem Alter nach. Diese Änderungen sind aber nur schwierig durchzusetzen, weil die älteren Leute es anders sehen und meistens die Verantwortung in der Kirche tragen. (Es ist keiner bösen Absicht, nur Ungeschicktheit - wie bei Kardinal Vlk.)
Man sollte mehr Vertrauen und Kompetenz in Erziehung den
Jungen Leuten schenken, um zu verhindern, die geistlich-konservativen,
unmündigen Menschen zu produzieren. Solche Leute sind dann fromm und klug, doch
aber wirken komisch, weil z. B. nur sie allein recht haben...
2.4. Materiale Mittel
Die Kirche in Tschechien braucht einen noch professionellen Umgang mit Geld
und anvertrauten Sachen. Mir scheint, dass in diesem Bereich die bisherige
Verbesserung am deutlichsten zu spüren ist. Doch die Kirche lebt in unserer
Gesellschaft. Tschechien ist in letzten Jahren sehr bekannt geworden durch den
Bankrot der Banken und durch die „Abzapfung“ der Betriebe, Firmen und praktisch
allen Organisationen. Deshalb sollte man dieser Problematik in der Kirche und in
Erziehung eine besondere Aufmerksamkeit schenken.
2.5. Selbständige Arbeit und das Leben von Laien
Man sollte sagen, dass die Laien schon relativ viel gemacht haben. Das betrifft vor allem humanitäre Organisationen und Charitas.
Auf andere Seite einer Leihe im Vergleich zum Priester ist bedeutungslos und hat keinen Wert. Das gilt auch für andere Dienste in der Kirche - Diakone usw.
Die Laien sehen nicht die Würde seiner Berufung. Vor allem
haben sie vergessen, dass sie in vielen Bereichen die Partner für Priester sein
sollten. Jeder soll seine Aufgabe in der Kirche richtig erkennen und seinen
eingemessenen Platz haben.
2.6. Das Gebet und Beziehung zu Gott
Diese Aufgabe ist ganz klar. Sie ist eine Grundlage, auf
derer alles aufgebaut wird und ohne sie nichts richtig funktioniert.
2.7. Beziehung zum Staat und den profanen Gesellschaft
In der Tschechischen Republik besonders kompliziert. Ich glaube, dass heute die totale Trennung zwischen Staat und Kirche notwendig ist. Das betrifft die vor allem die Gehälter von Priestern und anderen im kirchlichen Dienst.
Priester sollen nicht Reeparatore von kunsthistorischen
Objekten sein, sonder die Leute des Gebetes und menschlicher Zuneigung.
3. Das Wort zum Abschuss
Es ist meine Vision der zukünftigen Kirche. Je länger werden diese Veränderungen dauern, desto schneller wird die Kirche sympathisierende Mensche und Mitglieder, verlieren. Im solchem Fall bleibt zwar die Kirche nach Buchstaben treu und fromm, es wird über sie dasselbe gelten, genau das, was Christus über die Schriftgelehrten und Pharisäern gesagt hat: „Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen. Sie schnurren schwere Laster zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen aber keinen Finger rühren, um die Laster zu tragen.“ Lk 11.46.
Wer soll diese Veränderungen verwirklichen?
Es ist eine schwere Frage. Wenn wir die Erneuerungen der Kirche in den Geschichten analysieren würden, sieht man, das einigen von „oben“, aber die meisten von „unten“ gekommen sind. Daraus folgt, dass es eine Aufgabe für uns. Wir sollen das radikal anfangen, was uns Gewissen und Theorie so einfach darstellen. Es ist sicher nicht leicht. Und wir sollten auch um neuen Franziskus, Dominik, Ignatius, Karel Boromäus usw. bitten, die die Sachen in große Bewegung setzen.
Für die Zukünftige Vision der Kirche würde ich auch das Buch von Wladimir Solowjew (†1900): Legende über Antichrist empfehlen. Er hat die zukünftige Vereinigung der Kirche fantastisch beschrieben. [4]
Was passiert wen die Kirche diese Schanz versäumt, wenn alles schief geht? Ich möchte optimistisch bleiben. Jesus hat versprochen, das die Kirche alles überlebt und hier bis Ende der Welt bleibt. Mt 16,18 und „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Mt 28,20.
Das ist unsere letzte Hoffnung.
INDEXES
[1] In Zeitung: Katolický týdeník, č. 29, 22.7. 2001, Seite 7.
[2] In Zeitung: Lidové noviny, 3.8.2001, Seite 5.
[3] Das Gespräch hat eine Seite A4. Z. B. „Hier paßt auf!“ („Tady pozor!“).
[4] Wenn sie Interesse haben, konnte ich noch etwas dazu schreiben, aber Ihre Konferenz beginnt schon in drei Wochen und es bleibt keiner Zeit dazu.